Nicht nur Arbeit ein Stressauslöser

Über die Hälfte der Deutschen hat das Gefühl, dass ihr Leben in den vergangenen drei Jahren stressiger geworden ist. So lautet das Ergebnis einer Stressstudie mit 1.014 Personen zwischen 14 und 65 Jahren der Techniker Krankenkasse. Besonders betroffen sind die 35-Jährigen bis 45-Jährigen, die zwischen Kind und Karriere und durch Hilfe für die älter oder krank werdenden  Eltern beansprucht sind. In dieser Lebensphase fühlen sich acht von zehn Befragten gestresst, jeder Dritte sogar ständig.

Für Zwei Drittel der Berufstätigen ist der größte Stressauslöser der Job. Schon an zweiter Stelle stehen die hohen Ansprüche der Menschen an sich selbst, die den Stresspegel in die Höhe treiben.

Bei den Stressauslösern zeigt sich: Es ist selten die Arbeitslast im Job allein, die sich negativ auswirkt.  Kritisch wird es, wenn entweder soziale Belastungsfaktoren wie beispielsweise mangelnde Anerkennung, zu wenig Handlungsspielraum und Konflikte mit Kollegen oder dem Chef hinzukommen. Besonders schwierig wird es, wenn aufgrund von privatem Problemen der Ausgleich neben der Arbeit fehlt. Dies ist besonders oft bei berufstätigen Eltern der Fall.

Eine Herausforderung für die Work-Life-Balance ist zudem, dass sich Arbeit und Freizeit immer schlechter trennen lassen. So bleibt der Stresspegel auch in der Freizeit oben, die so wichtigen Regenerationsphasen für Körper und Seele kommen zu kurz. Zur Studie:: TK-Stressstudie „Bleib locker, Deutschland“